Gesamtdeutscher Jugendtag (GdJt) in Hamburg 2008

Die Jugendgruppe aus dem Vogtland hat an die Verantwortlichen des Jugendtags ein Dankschreiben gerichtet, das hier als Bericht aufbereitet veröffentlicht wird. Im Anschluss an den Bericht finden sich Bilder, die einige Eindrücke von diesem Jugendtag vermitteln.

Eine Herausforderung und eine Chance!

Der GdJt liegt hinter uns. Welch spannende, großartige, herrliche und auch anstrengende Tage waren dies. Wir waren zu Gast in der Gemeinde Hamburg und durften überaus herzliche Gastfreundschaft erfahren.
Uns stehen die Bilder dieser Tage noch ganz lebendig vor Augen – auch wenn nun schon wieder zwei Wochen vergangen sind: die Anreise in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Bus, die Eröffnungsveranstaltung, die positive und ermutigende Arbeit und Beschäftigung in den Workshops, die Sightseeing-Tour durch die „Weltstadt Hamburg“, ob als Einkaufstour oder Altstadtbesichtigung, das zur Ruhe kommen und die Besinnung während des Taizé-Abends.

Dann der Höhepunkt des GdJt mit dem Pfingstgottesdienst und das Erleben, wie uns der HERR im Wort und erfrischendem Gesang gedient hat, das Innehalten im Gedächtnismahl. Wir haben den HERRN, unsern Gott, gefunden, wir haben sein Herz gefunden.

Von diesem Höhepunkt aus hatte der Sonntag noch weitere schöne Momente zu bieten: die Hafenrundfahrt und am Abend eine tolle Abschlussparty. Es war immer wieder die Begeisterung der Jugendlichen zu spüren – auch bis tief in die Nacht hinein.

Am Montagmorgen hieß es, Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. Dankend haben wir die Tage mit vielen Gesprächen und Zusammensein unter herrlichem Sonnenschein und bei warmen Temperaturen erleben dürfen. Für sehr viele Jugendliche brachten diese Tage sehr positive und ermutigende Erfahrungen.
So kann man sagen, dass die anstrengenden, monatelangen Vorbereitungen des Planungsteams und weiterer Jugendlicher und die Unterstützung durch die Leitung unserer Gemeinschaft ein segensreiches Treffen ermöglicht haben, wozu auch Gott seinen Segen geben konnte.
Sicherlich, wie oft ist man bei der Organisation aber auch an die Grenzen der Möglichkeiten geraten und durfte doch gerade in solchen Momenten erleben: es war ein Fest der Gnade, in dem Gottes Geist wirkte.
Wenn man im Nachhinein die vielen Danksagungen und positiven Meinungen vernimmt, was diese Tage für viele Jugendliche bedeutet haben, wird erst recht klar: Wir haben diese Tage nicht gemacht, sie waren ein Geschenk Gottes für uns.

Was bleibt uns nach dem GdJt?

Es ist sicherlich richtig, dass die geistlichen Früchte des GdJt nicht messbar sind. Die Offenheit vieler junger Menschen zu Fragen des Glaubens war erlebbar und wird hoffentlich nicht allzu schnell schwinden. Ebenso war eine Bereitschaft zu verzeichnen, mit der sich viele Jugendliche eingebracht haben; und hoffentlich können sie diese mit hinüber in die Gemeinden vor Ort nehmen.

Darüber hinaus bleibt auch eine frohe Erinnerung, deren Bedeutung man nicht einschätzen kann. Gerade in schwierigen und den eher „trockenen“ Fragen des Glaubens und der Kirche ist es wichtig, sich die Erinnerung an bewegende, emotionale und frohe Erfahrungen wachzuhalten.
Sicherlich bleibt der Aufruf bestehen, aktiv und missionarisch in unsere Gesellschaft hineinzuwirken. Vor allem aber bleibt die Aufgabe, sich nicht auf dem Erlebten auszuruhen, sondern die positiven Impulse, die es gegeben hat, gerade durch junge Menschen an junge Menschen weiterzugeben. Vor allem aber bleibt Gott, der uns in frohen Stunden nahe ist, aber auch in schweren, in bewegenden und großen Ereignissen, aber auch im Alltag, in den Mühsamkeiten unseres Lebens.

Vielleicht ist er uns im Alltag schon viel näher, als in den erhabenen Stunden wie etwa dem GdJt. Darauf können wir vertrauen und darauf müssen wir bauen: entschieden und mutig. Der GdJt hat manches an Begeisterung und Schwung ausgelöst. Aber er stellt uns Christen und unsere Gemeinden auch auf den Prüfstand. Hoffentlich ist unser Glaube nicht zu leicht und zu belanglos, hoffentlich sind wir nicht zu mut- und kraftlos, uns mit ihm auf den Weg zu den Menschen und mit ihnen auf den Weg zu Gott zu machen.

Wir möchten uns ganz herzlich für alle Anstrengungen, für alle Mühen in der Vorbereitung und die Gastfreundschaft bedanken.

Wir hoffen und wünschen, dass alle Jugendlichen durch diese Tage der Begegnung für sich und ihren Glauben profitieren und wir alle sagen können, dass dieser GdJt ein Segen war.

Matthias Herrmann, André Treska, Janet Boden