Geschenk des Lebens

Mufasa oder: Das Geschenk des Lebens

Neulich saß ich mit meinem kleinen Sohn vor dem Fernseher. Wir schauten uns ein Video an: Der König der Löwen. Simba, Königskind und Löwenlausbub in Personalunion, erkundet allzu gern auf eigene Faust seine Umgebung. Dabei wird er auf hinterhältige Art und Weise von seinem Onkel Scar zu unnötigen Risiken getrieben. Simbas Papa, Mufasa, der König der Löwen, rettet ihn und seine in die Klemme geratenen Spielgefährten stets aus diesen brenzligen Situationen. Eine dieser Rettungsaktionen bezahlt Mufasa mit seinem Leben. Er stirbt. - Und da war es wieder, das Thema, welches uns mit Unterbrechungen seit einigen Wochen beschäftigt: Was passiert, wenn Opa stirbt? Wo ist er dann? Wann sterbe ich? Sterben nur alte Leute? Und wie ist das mit dem Löwenpapa, wann lebt der wieder? - Fragen über Fragen, auf die wir geduldig und kindgerecht Antworten zu geben versuchten. Nur bei dem Löwenpapa, da kam ich leicht ins schleudern. Und das merkte mein Sohn irgendwie gleich. Er suchte selbst nach Antworten... und fand sie: Ich weiß, wann der Mufasa wieder lebt: wenn wir den Film von vorn ansehen! - Ich war platt!

Wenn das nur im wahren Leben auch so einfach wäre. Man spult den Film einfach zum Anfang zurück, man beginnt sein Leben noch einmal von vorn. Die zweite, die dritte, die x-te Chance. Irgendwann werde ich das dann schon schaffen, ein guter, gerechter, liebe- und friedvoller Mensch zu sein, oder? Und sagte Jesus nicht das gleiche zu Nikodemus? Joh 3,3 „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ - Stopp! Jesus korrigiert sofort: Neugeburt ja, aber aus Wasser und Geist!

Gemeint ist: Soll dein Leben nach Gottes Vorstellung und Plan gelingen, dann mache es bei Gott fest. Er allein soll und kann dieses Leben neu und fest gründen, in IHM selbst! Das erfordert meine ganz persönliche Entscheidung, die mir absolut niemand abnehmen kann. Wenn du dich dafür entscheidest, dann beginnst du den Platz einzunehmen, den Gott für dich ganz allein bestimmt hat als er dich plante und schuf und den nur du allein ausfüllen kannst. Dann beginnst du die Arbeit in Gottes Schöpfung und in seinem Auftrag zu tun, die nur du allein tun kannst. Denn Gott schuf dich als Unikat und Original (leider sterben viel zu viele Menschen als Kopie) und stattete dich dafür mit seinen Gaben aus, die du an diesem Platz im Leben und für diese Aufgabe brauchst!
Solltest du Zweifel daran haben, dann lies nach, wie Gott sich das von Anfang an mit seiner Schöpfung und seinen Menschen und mit dir dachte: 1.Mose 2,15 „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ - Gott hatte alles Nötige geschaffen und vorbereitet, und das war „sehr gut“. Und dort hinein stellte er den Menschen und gab ihm einen Auftrag. Warum sollte das heute anders sein?

Kommen jetzt Fragen auf wie: Wofür soll ich das tun? oder: Warum gerade ich? Dann empfehle ich ein paar Kapitel weiter zu lesen: 1.Mose 18,26 „Der HERR sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben.“ Und weiter: 1.Mose 18,32 „...Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.“ Ich lese hier folgendes heraus: Weil es auf dieser Erde noch Menschen gibt, die vor Gott als Gerechte gelten, haben diese Welt und die Menschen darauf noch eine Daseinsberechtigung und Chance! Stell dir vor, das mutet und traut Gott dir zu! Du sollst Anteil daran haben und Verantwortung dafür übernehmen, dass andere Menschen und du selbst ein Recht auf Leben genießen! Jesus verspricht dieses Leben jedem, der an ihn glaubt. Das ist keine Verheißung für die ferne Zukunft, sondern beginnt im Heute. Joh 6,47 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.“ Und es kommt noch besser: das alles gibt es auch noch geschenkt! Offb 22,17 „... und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“

Ist das nicht Grund genug, Jesus als den Herrn des Lebens und meines ganz persönlichen Lebens wieder ganz neu eintreten und wirken zu lassen?! Welchen Grund gäbe es dann noch sich zu wünschen, es möge alles noch einmal von vorn beginnen?! Denn nach wie vor gilt, was Gott dem Abraham verheißen hat: 1.Mose 12,3 „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“
Das ist Gottes grandioses Meisterwerk, mit keinem „Oscar“ dieser Welt zu würdigen!

Norbert Böhm

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