Kindertag in Ostdeutschland

„Ich kann alles !?!“

Am 28. Juni fand unser diesjähriger Kindertag in Netzschkau statt.
Es trafen sich die Kinder und ihre Eltern der Gemeinden Ostdeutschlands, sowie sieben Gastkinder aus der Einrichtung „Leuchtturm”, dessen Arbeit unsere Gemeinde seit Jahren unterstützt.
Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Ich kann alles !?!”.
Hintergrund war die Jahreslosung, sowie die Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling. Dazu wurde Lukas 18, 8 - 30 vorgelesen, wobei es um die Frage „Was kann ich tun, um selig zu werden?” ging.

Der Gottesdienst wurde vom Evangelisten Stefan Roth geleitet, der ihn in drei Bereiche untergliederte: Was ist unser Ziel? Was hindert uns, dieses Ziel zu erreichen? Wie werde ich befreit von hinderlichen Lasten?
Wie jedes Jahr lernten die Kinder neue Lieder für den Sängertag. Im folgenden Gesprächsgottesdienst wurden sie gefragt: „Was wollt ihr mal in euren Leben werden?” Hierbei kamen die tollsten Vorstellungen heraus.

Dazu hatte die Puppe Paula ihren großen Auftritt. Sie bekam dieselbe Frage gestellt. Sie schilderte nun, wie ihr Leben verlaufen sollte (Beruf, Familie, Haus, Reisen) – und am Ende stand der Tod.
Wiederholt wurde sie von Stefan gefragt: „Und dann?”. Auf diese letzte entscheidende Frage wusste sie keine Antwort. Und so fragte sie die Kinder um Rat. Nach einigen Überlegungen hatte ein Kind die richtige Antwort auf die Frage und sagte: „Man kommt in den Himmel als Kind Gottes”.
Hiermit war der erste Bereich beendet und es folgte ein musikalischer Beitrag.

Im zweiten Teil wurde dann mit den Kindern zusammen erörtert, was einen davon abhält, sein Ziel zu erreichen. Hierbei kamen wir zu dem Ergebnis, dass Sünde, Reichtum und andere Bindungen uns daran hindern , in den Himmel zu kommen. Helfen kann nur das Ablegen der Lasten, um durch die „Himmelstür” zu passen. Danach folgte wieder ein musikalischer Beitrag.

Im dritten Teil sprachen wir über die notwendige Entscheidung, Lasten los zu lassen. Entscheidungen werden dort leicht, wo ich die Schönheit des „Himmels” erkenne und einfach annehme (vgl. Lk 8, 17).
Annehmen kann ich durch freie Hände, die Schuld abgegeben haben. Um dies deutlich zu machen, wurden Notizblätter, Stifte und leere Streichholzschachteln ausgeteilt. Jeder sollte zu Papier bringen, was einen ganz persönlich von Gott trennt. So wurde jeder persönlich einbezogen.
Der Zettel wurde in die Streichholzschachtel gesteckt und beim Gang zum Abendmahl in den Papierkorb geworfen. Dieser befand sich an einem Kreuz. Die Schachteln wurden dann am Nachmittag verbrannt, dies stand sinnbildlich dafür, dass Gott unsere Schuld ins Meer des Vergessens wirft.
Am Schluss des Gottesdienstes wurden noch einmal die neu gelernten Lieder gesungen.

Bevor es nach Rotschau ging, gab es für den Nachmittag noch die Aufteilung der Gruppen, welche in der Kirche ihre Aufgabenstellung suchen mussten.
Danach fuhren alle auf den Sportplatz von Rotschau. Hier gab es das Mittagessen.

Nachdem sich jeder gestärkt hatte, ob mit Rostern, Wienern, Salaten oder Brot, begann auch schon das Geländespiel. Hiermit war man dann lange beschäftigt, da es viele Aufgaben zu bewältigen gab. Nach der nächsten Stärkung, nämlich Kaffee und Kuchen, fanden weitere Spiele statt, wie zum Beispiel Wasserbombenschlacht, Fußball, Kinderschminken ...
Die Kleinen konnten sich mit Duplo-Bausteinen beschäftigen oder auf einem Trampolin um die Wette hüpfen. Aber den meisten Spaß für Groß und Klein machte es, mit der Plane Kinder in die Luft zu wirbeln.

Für einen fröhlichen und vor Unglücken bewahrten Tag danken wir Gott.

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