Liebe Leser

„psychische Störungen sind weit verbreitet. Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jeder vierte Arztbesucher daran.
Deutsche Studien sprechen von ca. 8 Millionen Deutschen mit behandlungsbedürftigen psychischen Störungen. Diese gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in allgemeinmedizinischen Praxen“ (Wikipedia).

Darüber liest man, hört es im Radio oder im Fernsehen. Neue Therapien werden entwickelt, Symptome offengelegt – Krankheit bekommt einen Namen.
Phobien, Angstzustände, Burn-out, Selbstverletzendes Verhalten, bis hin zur Depression. Eines haben diese Krankheitsbilder gemein, sie können zu lebensbedrohlichen Situationen führen – und – jeder von uns kann daran erkranken.

Wie man in dieser Ausgabe des HEROLDs lesen kann, verschließen sich unsere Kirchentüren nicht vor Stress, Hektik, Überforderung und Überlastung. Und dies soll hier einmal ganz bewusst gemacht werden. Natürlich haben wir uns gefragt, ob man den Artikel über die junge Frau mit ihrem selbstverletzenden Verhalten so einfach veröffentlichen kann? Die Entscheidung war einstimmig. Ihr könnt es auf den folgenden Seiten nachlesen.

Apostel Matthias Knauth schreibt: „Wir umschreiben das oft mit Worten wie ,mancherlei Sorge und Bedrängnis‘ oder so ähnlich. Aber die ,mancherlei Sorge und Bedrängnis‘ ganz konkret zu benennen, das fällt uns oft schwer. Wir erleben viele Nöte um uns, die uns sprachlos machen und bei denen wir völlig hilflos sind.
Es ist auch wichtig, deutlich zu machen, dass wir beides brauchen: die fachliche Hilfe und das beharrliche, begleitende Gebet.“

Hedwig von Redern schreibt – trotz schwerer Krankheit – das folgende Gedicht an ihre besorgte Familie, welches vielen als Chorlied bekannt ist:

„Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl. Das macht die Seele still und friedevoll. Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh‘, dass ängstlich schlägt mein Herz, sei’s spät, sei’s früh.“

Bärbel Dahmen