Liebe Leser

Ostern: Leben liegt in der Luft

In dieser Artikel geschrieben wird, ist es draußen noch Winter. Die Bäume stehen noch kahl in der Kälte. Alles ist nass und die Massen an Schnee haben sich nur ungern vertreiben lassen vom Regen und den leichten Plusgraden. Immer noch wird es draußen früh dunkel und erst sehr spät hell. Alles liegt noch wie unter einem dichten Nebel.

Und trotzdem geschieht etwas. Die Natur räkelt sich wie zum Wachwerden. Plötzlich hört man morgens Vogelgezwitscher, einige Pflanzen bekommen schon ihre ersten Knospen. Wenn man einmal innehält und nicht nur hört, sondern schnuppert, dann kann man es riechen. Der Duft des Frühlings ist unverkennbar. Neues Leben liegt in der Luft.

Der Jahreszeitenwechsel in der Natur steht auch bildlich für unser Leben. Der strengen Zeit des Winters folgt die erwachende Zeit des Frühlings. Und wir dürfen in der Hoffnung leben, dass sich neues Leben auftut. Das es erwacht – explosionsartig – und wieder Farbe hineinbringt in eine Zeit, die grau und dunkel war.

So gehen wir auch durch die Zeit der Passion. Eine Phase der Besinnung und der inneren Einkehr. Ein Leben verlischt am Kreuz. Das ist die Bedingung. Ohne Winter keinen Frühling. Ohne Tod kein Leben. Und dann werden wir es sehen. ER kommt mit aller Macht. Sein Leben bricht auf – explosionsartig – und es erblüht in tausendfachen Farben und mit tausendfacher Frucht.

Wir aus der Redaktion wünschen euch ein frohes und gesegnetes Osterfest. Lasst euch überwältigen von den neuen Farben des Lebens. Lasst IHN ein, der durch seinen Tod neues Leben bringt. Und wenn ihr einen Osterspaziergang macht, dann geht den Weg mit allen Sinnen. Hört die Vögel, spürt die Wärme der Sonne, riecht den Duft neuen Lebens, der in der Luft liegt.

Bärbel Dahmen

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