Eindrücke vom ÖKT

Eindrücke aus München: Ökumenischer Kirchentag

Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt trafen sich 11 Netzwerker in der Gemeinde München bzw. in der Messehalle B5 der Münchener Messe, um den Stand des „Netzwerkes Apostolische Geschichte“ aufzubauen. Es war eine bunte Truppe aus Bayern, NRW, Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Das Netzwerk war als einziger „Vertreter“ der apostolischen Gemeinschaften auf dem ÖKT zugelassen worden und wir wollten sowohl unsere Arbeit als auch die verschiedenen apostolischen Gemeinschaften vorstellen.


Dazu wurde der 16qm große Stand mit Teppichboden ausgelegt, es wurden 3 Glasvitrinen für die Ausstellung alter Bücher und Schriften sowie alter Abendmahlskelche/Patenen aufgebaut und die Wände wurden mit Informationen zur Spaltungsgeschichte der apostolischen Gemeinschaften inklusive einer vielbeachteten Grafik, einer geschichtlichen Übersicht, dem ÖKT-Programm des Standes, den Zielen des Netzwerkes und vielen Fotos neuer und alter apostolischer Kirchen geschmückt.


Der Abend wurde dann gemeinsam auf dem Münchener Altstadtring verbracht.

Am nächsten Morgen, dem Himmelfahrtstag, fand um 11.00 Uhr die erste von vier Podiumsdiskussionen auf dem Stand zum Sakramentsverständnis statt, zu der etwa 30 Zuhörer (leider ohne technische Verstärkung) fanden. Während des Tages nutzten wir dann die Zeit, um uns in den 12 Hallen die verschiedensten und vielfältigsten Angebote anzuschauen und mit Besuchern des Standes ins Gespräch zu kommen. Am Abend fand um 21.00 Uhr in der Münchener Gemeinde eine Abendandacht mit etwa 25 Personen aus drei Konfessionen (altkatholisch, apostolisch, neuapostolisch) statt. Viel Musik und ein offener Altar, bei dem jeder seine Gedanken zum vergangenen Tag aussprechen konnte, machten die ursprünglich für 30 Minuten angesetzte Andacht zu einer 90minütigen sehr runden, ergreifenden und tiefgehenden Sache.

Am zweiten Tag des ÖKT gab es bei uns zwei Podiumsdiskussionen zum Sakramentsverständnis der apostolischen Gemeinschaften und zur gelebten Ökumene auf örtlicher Ebene von apostolischen Gemeinschaften mit anderen Christen. Diese beiden Diskussionsrunden wurden mit über 40 Besuchern sehr gut angenommen. Der Abend war zur freien Verfügung.


Am Samstag, dem letzten Tag auf der Messe, gab es eine weitere Podiumsdiskussion zur Ökumene innerhalb der apostolischen Gemeinschaften, die auch zu einer Diskussion über die Geschichtsaufarbeitung und Versöhnung zwischen VAG und NAK geriet. Auch hier gab es einen sehr großen Zuhörerandrang. Alle Beiträge gibt es auf der Seite www.apostolische-geschichte.de bzw. auch auf www.glaubenskultur.de zum Anhören und Download.


Am Samstag fanden auch einige Gespräche der Standteilnehmer mit Vertretern der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen und mit der Bundes-Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen statt, die großes Wohlwollen für unsere Teilnahme bekundeten.


Es waren rundum gelungene Tage mit vielen guten Begegnungen, reichem Erleben auch in spiritueller Hinsicht und einer tollen Gemeinschaft untereinander und mit anderen Christen! Ich möchte hier nochmals der Gemeinde München für ihre Gastfreundschaft und Unterstützung danken! Es wäre schön, wenn noch mehr Geschwister die Möglichkeit nutzen würden, solche Angebote auszuschöpfen und wir hoffen nächstes Jahr beim Evangelischen Kirchentag in Dresden wieder dabei zu sein. Das wäre auch eine Supergelegenheit einen Stand zur Vorstellung unserer „Apostolischen Gemeinschaft“ zu betreiben!

Schließen möchte ich in Anlehnung eines Spruches des neuapostolischen EJT von 2009 mit: ÖKT – Hammer Ökumene, Hammer Gespräch, Hammer Segen!


Volker Wissen

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