Weihnachtsgeschenke

Die große Frage: Was kann ich meinen Lieben zur Weihnacht schenken?

Immer wiederholt sich diese Frage, wenn es gilt, Geschenke zu machen. Die Anlässe, andere Menschen zu beschenken, ist vielfältig und genau so vielfältig sind die Überlegungen, was man denn schenken soll, kann oder auch überhaupt will! So ist durchaus festzustellen, dass Schenken zum Problem werden kann und dann mit Freude bereiten nichts mehr zu tun hat. Schenken kann zur Pflicht werden.

So hör ich immer wieder, dass das gut gemeinte Geschenk zur großen Enttäuschung wurde, und nicht selten bereiten gerade teure Geschenke den meisten Verdruss. Schenken soll Freude bereiten, und das auf beiden Seiten. Schenken soll aus Liebe oder aus Dankbarkeit geschehen und nicht aus der Pflicht. Ein Geschenk soll dem Beschenkten zeigen, dass man ihn liebt, dankt und achtet oder, dass man auch helfen will. Aus solchen Beweggründen schenkt man gerne und hat Freude daran.
Ebenso wird sich der Beschenkte freuen, dass sein Verhalten Veranlassung gab, beschenkt zu werden.

Zu keiner Zeit im Jahr wird so viel geschenkt wie zur Weihnacht, und zu keiner Zeit wird nach den Feiertagen so viel umgetauscht, weil das Geschenkte nicht gefiel oder nicht passend war. Als Christus in diese Welt geboren wurde, war die Freude der Menschen auch sehr geteilt. Gott schenkte seinen Sohn nicht einem bestimmten Menschen, der sich darüber freuen sollte. Christus ist das Geschenk Gottes für alle Menschen dieser Welt und das Geschenk wurde sehr unterschiedlich angenommen. König Herodes z.B. hatte Angst, seine Herrschaft zu verlieren. Diese Angst ging so weit, dass er den Kindermord an den Knaben bis zum dritten Lebensjahr veranlasste. Dem gegenüber freuten sich die Menschen (es waren fast ausschließlich die Einfachen und Armen), dass der erwartete Heiland der Welt nun endlich geschenkt wurde. In der Zeit, als Jesus lehrte, spalteten sich die Meinungen der Menschen über das Wirken dieses geschenkten Heilandes, der den Menschen wirkliches Heil schenken wollte, immer mehr. Es waren zuletzt nur noch Wenige, die erkannt hatten, dass nur durch ihn, Jesus Christus, wirkliches Heil für Zeit und Ewigkeit geschenkt werden kann. Die große Masse des Volkes, aufgehetzt und beeinflusst durch die herrschende Geistlichkeit der Juden, erkannte dieses einmalige Geschenk Gottes nicht und stimmte der Kreuzigung des Heilandes zu.
Und wie sieht die Situation heute aus? Ist Christus mein größtes Geschenk zur Weihnacht, oder zähle ich zu der Gruppe, die vom Zeitgeist eingenommen wurde und alles Irdische und Zeitliche dem Himmlischen und Ewigen vorzieht?

Schenken soll Freude bereiten und das lässt sich mit kleinen Geschenken gut verdeutlichen und bereitet weniger Aufwand und weniger Verdruss. Der Volksmund sagt: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Damit möchte ich allen ans Herz legen: Meidet wenigstens in der Adventszeit den Stress, der mit dem Kauf der Geschenke verursacht wird und zündet die Lichter an, so wie es die klugen Jungfrauen in der Erwartung des Bräutigams taten.

Heinz Göcker

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