03/2007

Liebe Leser!

Bunt wie der Frühling kommt auch diese März-Ausgabe daher. Sie enthält eine Reihe ganz unterschiedlicher Beiträge, die sich um das zentrale Thema der Passion Christi ranken.

Das ist mit dem Frühling ähnlich. Er „rankt“ sich um die Erfahrung der Erstarrung des Todes, die nur allmählich dem neuen Leben weicht.

Man begegnet immer wieder Menschen, die das Thema Leid und erst recht das Thema Sterben rigoros meiden. Dabei gehört beides zum Leben dazu, ja oft macht gerade das Sterben erst neues Leben möglich. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt“, sagte einstens Jesus, „bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ Er kündigte damit an, was mit ihm geschehen würde und welchen Sinn es habe. Damals verstand ihn kaum jemand.

Wo Neid ist, da ist Unordnung

‚Neidisch sein‘ auf Positionen im Beruf und in der Gesellschaft, ‚neidisch sein‘ auf Gesundheit und Wohlergehen eines anderen – es bringt den neidischen Kandidaten nicht weiter. Im Gegenteil! Er wird unzufrieden und mürrisch, hier und da sogar aggressiv und wird kein positiver Motor, keine positive Triebkraft in der Gesellschaft werden. Missgunst wächst und ein wichtiges ‚Wir-Gefühl‘ entsteht nicht. Der notwendige berufliche und gesellschaftliche Zusammenhalt kann sich nicht entwickeln.

Ein himmlischer Diätplan

1. Ich muss abnehmen

Nutzen Sie auch die Wochen zwischen Fastnacht und Ostern für ein persönliches Fasten oder spielen zumindest mit dem Gedanken, es zu tun?

An Diätplänen, Rezepten und guten Vorschlägen mangelt es nicht. Zahllose Bücher wurden zu diesem Thema schon verfasst und es gibt keine Zeitschrift, in der nicht mindestens ein leckeres Rezept verraten wird, mit dessen Hilfe man gleichzeitig Schlemmen und Abnehmen kann.
Selbst die Bibel hält einen Diätplan bereit, ein sehr einfaches, aber wirkungsvolles Rezept übrigens, das wir in Johannes 3,30 nachlesen können:

„Jener (Jesus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“

Begegnung unterm Kreuz

Es war eine bunt gemischte Truppe, die sich am Donnerstag Abend, Anfang März 2006, im evangelischen Gemeindehaus in unserem Wohnort, im saarländischen Köllerbach, zusammen gefunden hatte.
Einige waren mir aus dem Vorjahr, andere aus den Kindergartenzeiten und der Grundschule meiner Söhne bekannt. Wiederum andere sah ich an diesem Abend zum ersten Mal. Nach etlichen Vorgesprächen war wieder vereinbart worden, dass meine Frau, wie im Vorjahr, den Projektchor leiten sollte, der an zwei Wochenenden im Mai zur Konfirmation in der evangelischen Kirche singen sollte.

Die letzten Worte?

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Matthäus 27, 46)

Ersehntes Erwachen

Nach grauen und trüben Wintertagen sehnen wir uns nach der Sonne, der Wärme, den bunten Farben im Landschaftsbild, nach dem Gesang der Vögel, einfach nach erblühendem Leben. Weg mit der dicken Schutzbekleidung und hinein ins luftige Gewand. Lieber ein leichter Sonnenbrand, als weiter die Schneeschaufel in der Hand. Vereiste Seen und verhärtetes Land brechen auf und die kahlen Bäume zeigen Knospen. Es ist ein angenehmes Gefühl, wenn das Leben zurückkehrt. Wir Menschen werden von unserer Umwelt mitgenommen und angsteckt, freudig einzustimmen in den Lobgesang auf den Schöpfer. Seine Kraft und seine spürbare Lebendigkeit sind zurückgekehrt in die Natur.

400. Jahre Paul Gerhardt

Paul Gerhardt, Rückblick auf Leben und Werk

Der heutige Sonntag (genannt Oculi „Auge“ nach dem altkirchlichen Eröffnungspsalm, Psalm 25, 15) und sein Thema, Nachfolge in Entbehrung (nach Jeremia 20,7 – 11a), gab mir Anlass zu einer Vorbemerkung zum Thema „Paul Gerhardt, Rückblick auf Leben und Werk“:

Gedanken zur Passion

„… und sie entsetzten sich; die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich.“ (Markus 10,32)

Was ist Passion? Ist die Zeit des Entsetzens, der Furcht und der Trauer ist gekommen? Wie passen Erlösungsbotschaft und Sterben zusammen? Davon, dass es so kommen wird, hat der Engel bei der Ankündigung der Geburt Jesu nichts verkündet. Oder etwa doch? Hat er nicht den Hirten verkündet: „Euch ist heute der Heiland geboren?“ Doch, genau so sagte er es. Der Heiland, der Befreier, der Retter ist geboren, der, auf den das Gottesvolk so lange gewartet hat.

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