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Gedanken zum Phänomen Zeit

1 Was ist Zeit?
Fragen und Antworten oder nur Versuche von Antworten und Gedanken zum Phänomen Zeit, anlässlich eines Mittwochabend Gottesdienstes zwischen Totensonntag und 1. Advent, sozusagen „zwischen den (Kirchen-) Jahren“.
1.1 Wie passen Zeit und Ewigkeit zusammen? – gar nicht!
Wir meinen immer, unsere Lebenszeit sei ein Stück der göttlichen Ewigkeit. Das ist aber völlig falsch. Die Ewigkeit lässt sich nicht portionieren, einteilen, in Zeitabschnitte fassen. Die Ewigkeit wird nicht mit Uhren und Kalendern gemessen. Sie ist Teil jener Sphäre der göttlichen Schöpfung, die uns verloren gegangen ist.

„Buße“ heißt Umkehr – schon vergessen?

Einer der Standardsätze bei einem Navigationsgerät lautet: „Wenn möglich, bitte wenden!“ Dazu fordert die freundlich-penetrante Computerstimme auf, wenn man – vermeintlich oder absichtlich – auf den falschen Weg gekommen ist. Mir geht es manchmal so, dass ich diesen Spruch auch schon einmal provoziere. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass auf der vom Navi-gationsgerät ausgewählten Route eine Baustelle ist, ändere ich schon einmal „eigenmächtig“ die Route, was oft den bereits genannten Spruch zur Folge hat. Nett ist, dass das Navigations-gerät nie beleidigt ist, sondern sich (meistens) nach kurzer Zeit auf die neue Situation einstellt und eine andere Route vorschlägt, die dann auch dem eigens gewählten Kurs entspricht.

Am Ende

(Prediger 3,1-14 - Alles hat seine Zeit)

Was reden wir miteinander, wenn wir übereinander reden?

Worte verraten, was wir denken. Also sprechen wir miteinander. Und das ist gut. Wir nennen das Kommunizieren. Es gibt Dank der Technik eine Vielfalt von Kommunikationsmöglichkeiten auch über das Internet. Chats und Foren sind zahlreich. Gelegenheiten zum Gedankenaustausch gibt es also genug.

Glaubt man Umfragen und Statistiken, so stehen als Lieblingsthemen an vorderster Stelle:

Liebe Leser

Die Tage werden kürzer, längst haben wir Pullover oder Strickjacke in greifbarer Nähe und auch die Beobachtungen in der Natur verdeutlichen uns den Zeitenlauf dieses Jahres. Das Bewegte, Helle und Lebendige der sommerlichen Monate kommt allmählich zur Ruhe, - und Wir?
Wenn ich in den Kalender sehe, erschrecke ich und werde mir der vielen Dinge bewusst, die noch zu tun sind.

Die Artikel in diesem Heft zu Feier- und Gedenktagen laden uns ein zu Reflektion, Besinnung und Stille. Ich glaube es ist kein Zufall, dass Menschen in der Wahrnehmung ihrer selbst und der Schöpfungsordnung unseres Gottes zu dieser Bestimmung gefunden haben. Traurigkeit, Verlust, Versagen und Schicksal gehören zu unserem Leben, - und auch die Zeit und der Mut, dessen gewahr zu werden.

Reformation – radikal

„Unser Jahrhundert dürstet nach glaubwürdiger Einfachheit, dem Geist des Gebetes und dem Leben in Gehorsam“. - stellt Richard J. Forster fest.
Wie wahr, wird so mancher sagen. Schnell sind Beispiele genannt, die diese Aussage belegen und Namen damit in Verbindung gebracht. Doch wie sieht Gott die Verantwortung des Einzelnen, deine und meine? Im Buch des Propheten Hesekiel lesen wir im Kapitel 3, den Versen 16 bis 21 (Hfa):

Ökumenisches Gebet

für die Schöpfung und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils

Gemeinsam mit den Christen Europas beten wir für die Schöpfung:

Gott, Schöpfer, Du Ewiger:
Die Erde hast du erschaffen,
die sichtbare und die unsichtbare Welt mit all ihren Geschöpfen.
In Ehrfurcht stehen wir vor dir, geschaffen,
die Schöpfung zu bewahren und sie dir darzubringen.
Gemeinsam, Geschöpfe unter Geschöpfen, bringen wir unser Lob vor dich.
Gott, Jesus Christus, Du Erlöser:
Durch deine Menschwerdung bist du in die Schöpfung eingetreten.
In dir ist die geschaffene Welt mit dem ewigen Gott versöhnt.
Vor dir erkennen wir unsere Verantwortung
gegenüber unseren Mitgeschöpfen und der ganzen belebten und unbelebten Erde.
Wir bekennen, an deiner Schöpfung schuldig zu werden,

Geistliche Unterernährung

In unserer vom Wohlstand geprägten westlichen Welt ist Nahrungsmangel, Hunger und Unterernährung kein Thema. In den Regionen der Welt aber, wo Menschen mit dem „Lebenszug die dritte oder gar vierte Klasse fahren“ müssen, ist und bleibt Nahrungsmangel Thema Nr.1. Die Schere zwischen Überkonsum und der Kampf ums Überleben wird ständig größer. Kein Wunder, dass u.a. der riskante Exodus, die Suche nach einem Überlebensraum weltweit, insbesondere aus Afrika nach Europa, unvermindert anhält.

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