2007

Lehre du uns, unsere Tage zählen

Lehre Du uns, unsere Tage zu zählen, damit wir ein weises Herz bekommen
(Psalm 90,12)

Novembertage sind Friedhofstage. Allerheiligen und Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag machen aus Friedhöfen Orte der Begegnung. Mehr als sonst im Jahr sind Menschen unterwegs und besuchen die Gräber – Friedhöfe gehören zu unserem Leben. Sie geben der Erinnerung einen Ort und machen Trauerwege möglich. Die Totenruhe gehört zur Menschenwürde. Der geschützte Raum des Friedhofs bringt Leben und Tod zusammen. Wer zum Friedhof geht, erfährt die Endlichkeit des Lebens und kann sich mit ihr auseinandersetzen: Der Tod ist der Horizont des Lebens, aber es ist nur das Ende unserer Sicht.

Ewigkeit - ewig weit?

Ewigkeit - e w i g weit weg!
Markus 13,31-37

Wer nicht mehr so richtig weiß, wofür er glaubt und lebt, der wird schläfrig und ist nicht wachsam. Der Herr kommt gewiss. Die Mahnung Jesu Christi ist aktueller denn je.

Der Herr kommt mit Sicherheit, die Ewigkeit (das neue Reich) beginnt und keiner weiß, wann das geschehen soll. So hat es Jesus selbst erklärt und er fügte hinzu, das eher alles andere auf der Welt und im Himmel vergehen werden, als eins seiner Worte.

Eindeutiger geht es nicht. Solch eine Zusage müsste uns Hoffnung, Mut und Ansporn sein, so zu leben, wie es Jesus von seinen Nachfolgern erwartet.

Gott

Der mächtige, heilige, schreckliche, löbliche und wundertätige Gott
2. Mose 15,11

„Die Aussichten sind düster, die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, die Einnahmen gehen zurück und kirchliche Traditionen sind brüchig geworden. Manche reagieren darauf mit Resignation, andere wursteln sich durch die Zeit“. So oder ähnlich ist es vielfach zu vernehmen.

interessierte Beobachter

Interessierte Beobachter oder Überlassung des Lebens dem Heiland?
Lukas 13, 22-30

Am Ende der Welt-Zeit kommt es zur Vereinigung zwi­schen Gott und Menschen. Aller Menschen? Werden nur wenige selig? Durch unnütze allgemeine Erwä­gun­gen und Spekulationen den klaren For­derungen des Evan­geliums aus dem Weg zu gehen, findet sich immer wieder. Was wird aus außenstehenden Beobachtern, Theoretikern und Diskutierern? Es geht darum, das eigene Verhältnis zu Jesus zu prüfen!
Jesus braucht an vielen Stellen das Bild des Gast- oder Hochzeitsmahles als Gleichnis für die nach dem Ende der Welt-Zeit in großer Freude und voll Jubel erfolgende Vereinigung zwi­schen Gott und Menschen. Aller Menschen?

Bußgebet

Umkehr und Buße

Wir bekennen öffentlich vor Gott, dass wir Schuld auf uns geladen haben.

Wir haben als Kirchenleitung im Jahr 2001 ein Bußgebet veröffentlicht. So mancher unserer Schwestern und Brüder hat oder hatte Probleme damit. Doch wenn wir von Buße reden, hat das nie etwas mit „Zeigen auf andere“ zu tun. Buße kann man nur persönlich und konkret tun. Es ist auch in Gemeinschaft möglich, aber auch hier steht jeder allein vor dem allmächtigen Gott, der die Herzen, d.h. alles in uns kennt.
Adolf Schlatter schreibt in seiner Dogmatik zum Thema Kirche: „So wenig ein unbußfertiger Mensch ein Christ ist, so wenig ist eine zuchtlose Gemeinde eine christliche Kirche.“

Liebe Leser

Liebe Leser,

„Siehe, ich will ein Neues schaffen, ...“ So begann die Januarausgabe im Herold.

Vom Unkraut unter dem Weizen

Matthäus 13,24-30; 37-40

Jesus Christus sät den guten Samen. Der Acker ist die Welt. Das ist die Welt, in der wir sind und leben. Wo Jesus, der Sohn Gottes, sät, ist der Feind nicht untätig und sät ebenfalls. Die gravierenden Unterschiede sind erst im Fruchtstand zu erkennen. Bis dahin scheint alles kaum unterscheidbar zu sein. Die Ähnlichkeiten sind verwirrend.

Außergewöhnlich viel Unkraut unter dem Weizen ist die Folge menschlicher Nachlässigkeit (bei der Reinigung des Saatguts), oder die Bosheit eines schlimmen Feindes ist die Ursache. Die Nachricht der Knechte, dass Unkrautsamen in den guten Samen eingestreut wurde, scheint den Hausherrn (Jesus) nicht zu überraschen. „Das hat ein Feind getan“, antwortet er den Knechten (V. 28); so, als habe er damit gerechnet.

Priesterinnenordination in den Niederlanden

In dem Gottesdienst am Sonntag, 29. Juli 2007, ist in der Gemeinde Enkhuizen/NL die Diakonin Ineke Ras ins Priesteramt ordiniert worden. Es war ein eindrucksvoller Dienst, zu dem auch die Geschwister der Gemeinde Amsterdam eingeladen waren.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel den Haan Schwester Ras, nach vorn zu kommen. In seiner Ansprache stellte er fest, dass dieser Sonntag ein besonderer Tag sei und zwar nicht nur für sie, sondern auch für ihn als Apostel und auch für die gesamte Gemeinde der Apostolischen Christen.

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