2007

Von „Jahwe“ zum „Vater“

Ihr sollt innewerden, dass ich, der Herr, euer Gott bin.
(2. Mose 16,12)

Obgleich im Alten Testament (AT) und im neuen Testament (NT) konsequent daran festgehalten wird, dass nur ein Gott ist und nur ER allein anzubeten ist, so wird doch von ihm in dreifacher Weise geredet, nämlich vom Vater, vom Sohn und vom Geist. Am deutlichsten und ausdrücklichsten steht es im Taufbefehl (Mt 28,19): „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Dabei handelt es sich nicht um verschiedene Götter. Auch nicht um drei Erscheinungsformen eines vierten dahinter verborgenen göttlichen Wesens, sondern in diesen verschiedenen Seinsweisen ist und wirkt jeweils der eine Gott ganz und ungeteilt.

Das Christusbild

„Es geht in der Lehre von der Dreieinigkeit, die sich in der Kirche aus der nachdenkenden Auslegung der Aussagen der ganzen Bibel ergeben hat, um ein Bekenntnis des Glaubens mit den bruchstückhaften und im Grunde immer unzureichenden Mitteln menschlichen Denkens und um ein dem menschlichen Verstande nicht fassbares Geheimnis. Weil dieses Bekenntnis, sobald es in Worte gekleidet werden soll, sich der Ausdrucksmittel menschlicher Sprache bedienen muss, hinter denen immer schon bestimmte Vorstellungen stehen, wird es verständlich, dass gerade an diesem Punkt christlicher Lehre die Auslegungen beträchtliche Unterschiede aufweisen.

Das biblische Gottesbild

Jeder Mensch hat oder schafft sich (s)ein Gottesbild. Das Wort „Bild“ zeigt schon die Eingeschränktheit der Erkenntnismöglichkeit Gottes. Es wird nie ein komplettes Abbild sein können. Unser Gottesbild gestaltet sich aus der Vermittlung von Kenntnissen, wie Gott sich bezeugt hat und aus der Bezeugung unseres Verhältnisses zu Gott. Es ist wichtig, dass sich unser Gottesbild aus dem Gesamtzeugnis der Bibel entwickelt. Dazu will auch die Glaubenslehre unserer Apostolischen Gemeinschaft verhelfen (siehe Kapitel 1: Gedanken zur Glaubenslehre - Sakramente in apostolischen Gemeinden – Mai 2005).

Wer oder was ist der Heilige Geist?

Diese Frage soll uns hier beschäftigen im Hinblick auf die Trinität Gottes. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist - diese Trinität Gottes - ist immer eine Streitfrage in der Kirche gewesen bis heute. Leider! Wer oder was der heilige Geist ist, stellt uns Jesus selbst vor im Johannesevangelium. Die Art und Weise wie das geschieht impliziert, dass der heilige Geist eine Person ist wie Jesus eine Person ist (Joh 14,16-17).
Sieben Dinge werden uns von ihm gesagt:

1. Der heilige Geist ist der andere Tröster, Ratgeber oder Beistand. (griech. Parakletos - „einer, der zur Seite steht“) Daran sehen wir: Es war Jesus wichtig, den Vater um einen anderen Tröster für uns zu bitten. Wie Jesus „zur Seite stand“, so würde es auch der heilige Geist tun.

Liebe Leser

Bei der Himmelfahrt verhieß Jesus seinen Jüngern den Heiligen Geist. Danach gingen sie zu den anderen, um mit ihnen auf das Ereignis, die Ausgießung des Heiligen Geistes zu warten. In der Bibel heißt es dazu, dass „in diesen Tagen eine Menge von etwa hundertzwanzig beisammen war“, im Obergemach eines Hauses in Jerusalem.

Gewaltig brach dieses Ereignis über sie herein mit Feuer und Wind als die äußerlichen Zei­chen, die die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten begleiteten. Nicht nur äußerlich geschah gewaltiges, vielmehr geschah es innerlich in den unmittelbar betroffen Menschen. Sie waren völlig verändert, „ganz aus dem Häuschen“, würden wir heute sagen.

Endlich frei!

Johannes 17,3

Durch Unterscheidung der Geister ? Wie findet der Mensch zu sich selbst, zum Nächsten, zu Gott? Der Mensch, der Teil der Welt ist, muss sich mit dem Ganzen (mit Gott und Jesus Christus) in Beziehung setzen, erst dann bekommt Leben Sinn. Auf dem Weg zur Ganzheit gibt es Hindernisse. Er scheitert kaum an äußeren, sondern an inneren Bedingungen, meist an sich selbst. Auf diesem Weg bin ich selbst in mir gespalten. Es gibt Kräfte, die mich zur Ganzheit leiten. Es gibt aber auch bärenstarke Kräfte, die mich zerstören, wenn ich sie walten lasse.

Der Geist, den die Welt nicht empfangen kann

1. Korinther 2,14

In der Gemeinde zu Korinth kam der Wunsch hoch nach höherer Erkenntnis, nach tiefer gehenden Predigten und mehr Beweisen und Zeichen der Gegenwart Gottes. So nahe liegend diese Vorstellungen auch waren, führten sie doch zur Spaltung der Gemeinde (1Kor 1,10-11). Apostel Paulus hingegen aber dankte dem Herrn, dass durch die Gnade Gottes die Gemeinde in allen Stücken reich gemacht worden sei, in der Lehre und den Erkenntnissen, so dass sie keinen Mangel hatte an irgendeiner Gabe (1Kor 1,5-7).

Gespräch mit Folgen?

Lukas 22, 31-34

Jesus Christus zeigt seinen Jünger den Weg des Miteinanders. ER lässt uns nicht im Unklaren dieses Weges und stärkt selbst dann, wenn wir versagen, damit wir unseren Nächsten im Glauben stärken können.

In der Zeit der Passion haben wir uns ausführlich mit den Berichten und den darin geschilderten Situationen des Leidensweges Jesu Christi beschäftigt. Das 22. Kapitel des Lukas Evangelium berichtet von den letzten Stunden Jesu im Kreise seiner Jünger. Ausgehend von dem Handel des Judas mit den Hohenpriestern und Schriftgelehrten bis hin, wie sich Jesus Christus vor dem Hohen Rat verantworten muss.

Bis heute hat die gesamte Zeit der Passion für uns Christen seine besondere Stellung.

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