10/2007

Liebe Leser

Liebe Leser!

In dieser Ausgabe erfahren wir eine gewisse Kuriosität: Das Thema ist u.a. der Erntedanktag, der aber in diesem Jahr nicht in den Oktober fällt, sondern auf den letzten Sonntag des Monats September. Hinzu kommt, dass die Schweiz ihren Dank-, Buß- und Bettag immer am dritten Sonntag im September feiert.

Aber dennoch soll das Thema des Lobes Gottes nicht zu kurz kommen, sondern in einigen Artikeln seinen Niederschlag finden. Gott zu loben, zu danken und zu preisen, heißt doch nichts anderes, IHN als den anzuerkennen, der wahrhaft beanspruchen kann, Gott genannt zu werden.

Vom Unkraut unter dem Weizen

Matthäus 13,24-30; 37-40

Jesus Christus sät den guten Samen. Der Acker ist die Welt. Das ist die Welt, in der wir sind und leben. Wo Jesus, der Sohn Gottes, sät, ist der Feind nicht untätig und sät ebenfalls. Die gravierenden Unterschiede sind erst im Fruchtstand zu erkennen. Bis dahin scheint alles kaum unterscheidbar zu sein. Die Ähnlichkeiten sind verwirrend.

Außergewöhnlich viel Unkraut unter dem Weizen ist die Folge menschlicher Nachlässigkeit (bei der Reinigung des Saatguts), oder die Bosheit eines schlimmen Feindes ist die Ursache. Die Nachricht der Knechte, dass Unkrautsamen in den guten Samen eingestreut wurde, scheint den Hausherrn (Jesus) nicht zu überraschen. „Das hat ein Feind getan“, antwortet er den Knechten (V. 28); so, als habe er damit gerechnet.

Priesterinnenordination in den Niederlanden

In dem Gottesdienst am Sonntag, 29. Juli 2007, ist in der Gemeinde Enkhuizen/NL die Diakonin Ineke Ras ins Priesteramt ordiniert worden. Es war ein eindrucksvoller Dienst, zu dem auch die Geschwister der Gemeinde Amsterdam eingeladen waren.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel den Haan Schwester Ras, nach vorn zu kommen. In seiner Ansprache stellte er fest, dass dieser Sonntag ein besonderer Tag sei und zwar nicht nur für sie, sondern auch für ihn als Apostel und auch für die gesamte Gemeinde der Apostolischen Christen.

Apostel- und Ältestenordination in Netzschkau

Der Gott der Hoffnung erfülle Euch mit aller Freude...

Lebenslauf Ap. Loose

Am 16.12.1952 wurde ich in Radeberg in der apostolischen Familie von Hildegard und Arthur Loose geboren. Als Kind getauft und von Anfang an in und mit der Gemeinde aufgewachsen, konnte ich im Glauben zunehmen. Besonderen Anteil hatten daran meine Mutter, die, vom katholischen Glauben geprägt, schon als Kind an Gott und seine Liebe in Jesus Christus glaubte, sowie mein Vater, der vom Unterdiakon bis zum Hirten der Gemeinde Radeberg freudig und aufopferungsvoll diente.

Die geistliche Motivation stärken!

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Bruder Hermann Wegener mit der „natürlichen Gemeindeentwicklung“ von Christian A. Schwarz. Für die Apostolische Gemeinschaft hat er die Literatur gesichtet, daraus eine Handlungsanleitung für die Gemeinden erstellt und auch in den Gemeinden vor Ort Einführungen in das Thema gegeben.

Zu Anfang dieses Jahres hat er sich noch einmal verstärkt mit der Frage auseinandergesetzt: Warum machen wir das eigentlich? Diese Frage ist eine Frage nach der geistlichen Motivation; und hier sind wir angesprochen.

Um der geistlichen Motivation einen neuen Schub zu geben, hat Bruder Wegener die nachstehende Zusammenstellung mit Originaltexten aus dem Gesamtkonzept gefertigt.

Die Redaktion

Geistliche Motivation stärken

Alles, was Odem hat, lobe den Herrn

Psalm 150, 6

Diese Aufforderung bildet den Schluss des Psalmbuchs, das manche Klage, aber auch Dank für Gottes Hilfe und Güte beinhaltet. Wem es gelingt, am Ende einer leidvollen Zeit oder gar am Ende seines Lebens in diesen Lobgesang mit einzustimmen, wäre mit seinem Leben und letztlich auch mit Gott versöhnt. Überprüfen wir einmal unser Lob gegenüber der göttlichen Führung. Zu erleidende Schicksalsschläge sind oft die Ursache dafür, dass es zu einem Lob Gottes nicht kommt. Zu sagen: „Auch unter Kreuzesdruck und Schmerz bleib ich dein fröhlich Kind, ich weiß, dass meines Vaters Herz auf nichts als Frieden sinnt“ (SdH 418), ist wohl nur wenigen begnadeten Auserwählten vorbehalten.

Haus des Widerspruchs

Hesekiel 12,2

Wenn der Prophet Hesekiel öfter das Volk Israel ein „Haus des Widerspruchs“ nennt, so denken wir zunächst, das sei doch nichts Besonderes. Wo gibt es ein Haus, eine Familie, in denen nicht starke Gegensätze auftreten könnten? Charakterliche und Erkenntnis mäßige Unterschiede bringen es mit sich, dass wir verschiedene Meinungen und Standpunkte vertreten. Wartet einer mit Lügen auf, so entgegnen wir mit der Wahrheit. Klagt einer den andern unverschuldet an, so stellen wir uns auf die Seite des Rechts und verteidigen den Unschuldigen.
Aus Herrschsucht, Eigenwille oder Kurzsichtigkeit kann man eine Sache verfechten und den besseren Rat der anderen beharrlich ablehnen.

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