2008

Am Ende

(Prediger 3,1-14 - Alles hat seine Zeit)

Was reden wir miteinander, wenn wir übereinander reden?

Worte verraten, was wir denken. Also sprechen wir miteinander. Und das ist gut. Wir nennen das Kommunizieren. Es gibt Dank der Technik eine Vielfalt von Kommunikationsmöglichkeiten auch über das Internet. Chats und Foren sind zahlreich. Gelegenheiten zum Gedankenaustausch gibt es also genug.

Glaubt man Umfragen und Statistiken, so stehen als Lieblingsthemen an vorderster Stelle:

Liebe Leser

Die Tage werden kürzer, längst haben wir Pullover oder Strickjacke in greifbarer Nähe und auch die Beobachtungen in der Natur verdeutlichen uns den Zeitenlauf dieses Jahres. Das Bewegte, Helle und Lebendige der sommerlichen Monate kommt allmählich zur Ruhe, - und Wir?
Wenn ich in den Kalender sehe, erschrecke ich und werde mir der vielen Dinge bewusst, die noch zu tun sind.

Die Artikel in diesem Heft zu Feier- und Gedenktagen laden uns ein zu Reflektion, Besinnung und Stille. Ich glaube es ist kein Zufall, dass Menschen in der Wahrnehmung ihrer selbst und der Schöpfungsordnung unseres Gottes zu dieser Bestimmung gefunden haben. Traurigkeit, Verlust, Versagen und Schicksal gehören zu unserem Leben, - und auch die Zeit und der Mut, dessen gewahr zu werden.

Reformation – radikal

„Unser Jahrhundert dürstet nach glaubwürdiger Einfachheit, dem Geist des Gebetes und dem Leben in Gehorsam“. - stellt Richard J. Forster fest.
Wie wahr, wird so mancher sagen. Schnell sind Beispiele genannt, die diese Aussage belegen und Namen damit in Verbindung gebracht. Doch wie sieht Gott die Verantwortung des Einzelnen, deine und meine? Im Buch des Propheten Hesekiel lesen wir im Kapitel 3, den Versen 16 bis 21 (Hfa):

Ökumenisches Gebet

für die Schöpfung und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils

Gemeinsam mit den Christen Europas beten wir für die Schöpfung:

Gott, Schöpfer, Du Ewiger:
Die Erde hast du erschaffen,
die sichtbare und die unsichtbare Welt mit all ihren Geschöpfen.
In Ehrfurcht stehen wir vor dir, geschaffen,
die Schöpfung zu bewahren und sie dir darzubringen.
Gemeinsam, Geschöpfe unter Geschöpfen, bringen wir unser Lob vor dich.
Gott, Jesus Christus, Du Erlöser:
Durch deine Menschwerdung bist du in die Schöpfung eingetreten.
In dir ist die geschaffene Welt mit dem ewigen Gott versöhnt.
Vor dir erkennen wir unsere Verantwortung
gegenüber unseren Mitgeschöpfen und der ganzen belebten und unbelebten Erde.
Wir bekennen, an deiner Schöpfung schuldig zu werden,

Geistliche Unterernährung

In unserer vom Wohlstand geprägten westlichen Welt ist Nahrungsmangel, Hunger und Unterernährung kein Thema. In den Regionen der Welt aber, wo Menschen mit dem „Lebenszug die dritte oder gar vierte Klasse fahren“ müssen, ist und bleibt Nahrungsmangel Thema Nr.1. Die Schere zwischen Überkonsum und der Kampf ums Überleben wird ständig größer. Kein Wunder, dass u.a. der riskante Exodus, die Suche nach einem Überlebensraum weltweit, insbesondere aus Afrika nach Europa, unvermindert anhält.

Leuchtturm e.V.

in Reichenbach/Vogtland
Treffpunkt für Menschen in Not

Brüder wie Jörg Schrader und Thomas Kegler aus den Apostolischen Gemeinden Reichenbach und Netzschkau sowie interessierte Geschwister und – seit dem Kindertag – auch ich, pflegen einen intensiver werdenden Kontakt zum „Leuchtturm“. Von dort nahm eine große Gruppe aus Kindern mit Muttis, Omis und Freunden an unserem Kindertag in Reichenbach teil. Wenn wir da manchmal von Schicksalen und Lebenssituationen erfahren, können wir uns oft genug nicht vorstellen, was mitten unter uns passiert und abläuft.

Bewahrung der Schöpfung – ein gemeinsames Anliegen aller Christen

Wer die Größe und Genialität der Schöpfung Gottes erkannt hat, dem fällt es nicht schwer, konkrete Schritte zur ihrer Erhaltung und zum gerechten Umgang mit ihren Ressourcen zu bedenken und zu tun. So ist unsere alljährliche Erntedankopfer-Sammlung ein sicht- und spürbarer Ausdruck für einen Lebensstil, der sich im Danken und Teilen äußert. Auch in diesem Jahr werden wir durch Anregungen und Hinweise unserer Geschwister Spenden verteilen. Wir wollen dabei nicht nur Geld „abliefern“, sondern die Aktivitäten mit Gebet und nach Möglichkeit mit Taten unterstützen.

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