10/2008

Liebe Leser

Das Reformationsfest gibt es als gesetzlichen Feiertag nur im Osten Deutschlands. Ein Feiertag, der bei der Wende „herübergerettet“ wurde.
Es ist wichtig, dass arbeitsfreie Tage, Feiertage, ihre Bedeutung behalten. Oft geht der Trend dahin, einfach die Freiheit von der Arbeit zu „genießen“ und die Inhalte selbstbestimmt fest-zulegen. Wie viel geht dabei verloren!
Es ist jedoch lohnend, zu fragen: Wie wurden die Fest- und Feiertage früher gefeiert?
Der Monat Oktober mit seinem Erntedank- und Reformationsfest, aber auch jeder Sonntag kann Anregung sein, einmal alt gewordene Menschen zu fragen oder in Büchern zu lesen mit der Zielstellung: Wie war es früher? Und da war vieles gut oder zumindest besser als heute.

Reformation – radikal

„Unser Jahrhundert dürstet nach glaubwürdiger Einfachheit, dem Geist des Gebetes und dem Leben in Gehorsam“. - stellt Richard J. Forster fest.
Wie wahr, wird so mancher sagen. Schnell sind Beispiele genannt, die diese Aussage belegen und Namen damit in Verbindung gebracht. Doch wie sieht Gott die Verantwortung des Einzelnen, deine und meine? Im Buch des Propheten Hesekiel lesen wir im Kapitel 3, den Versen 16 bis 21 (Hfa):

Ökumenisches Gebet

für die Schöpfung und die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils

Gemeinsam mit den Christen Europas beten wir für die Schöpfung:

Gott, Schöpfer, Du Ewiger:
Die Erde hast du erschaffen,
die sichtbare und die unsichtbare Welt mit all ihren Geschöpfen.
In Ehrfurcht stehen wir vor dir, geschaffen,
die Schöpfung zu bewahren und sie dir darzubringen.
Gemeinsam, Geschöpfe unter Geschöpfen, bringen wir unser Lob vor dich.
Gott, Jesus Christus, Du Erlöser:
Durch deine Menschwerdung bist du in die Schöpfung eingetreten.
In dir ist die geschaffene Welt mit dem ewigen Gott versöhnt.
Vor dir erkennen wir unsere Verantwortung
gegenüber unseren Mitgeschöpfen und der ganzen belebten und unbelebten Erde.
Wir bekennen, an deiner Schöpfung schuldig zu werden,

Geistliche Unterernährung

In unserer vom Wohlstand geprägten westlichen Welt ist Nahrungsmangel, Hunger und Unterernährung kein Thema. In den Regionen der Welt aber, wo Menschen mit dem „Lebenszug die dritte oder gar vierte Klasse fahren“ müssen, ist und bleibt Nahrungsmangel Thema Nr.1. Die Schere zwischen Überkonsum und der Kampf ums Überleben wird ständig größer. Kein Wunder, dass u.a. der riskante Exodus, die Suche nach einem Überlebensraum weltweit, insbesondere aus Afrika nach Europa, unvermindert anhält.

Leuchtturm e.V.

in Reichenbach/Vogtland
Treffpunkt für Menschen in Not

Brüder wie Jörg Schrader und Thomas Kegler aus den Apostolischen Gemeinden Reichenbach und Netzschkau sowie interessierte Geschwister und – seit dem Kindertag – auch ich, pflegen einen intensiver werdenden Kontakt zum „Leuchtturm“. Von dort nahm eine große Gruppe aus Kindern mit Muttis, Omis und Freunden an unserem Kindertag in Reichenbach teil. Wenn wir da manchmal von Schicksalen und Lebenssituationen erfahren, können wir uns oft genug nicht vorstellen, was mitten unter uns passiert und abläuft.

Bewahrung der Schöpfung – ein gemeinsames Anliegen aller Christen

Wer die Größe und Genialität der Schöpfung Gottes erkannt hat, dem fällt es nicht schwer, konkrete Schritte zur ihrer Erhaltung und zum gerechten Umgang mit ihren Ressourcen zu bedenken und zu tun. So ist unsere alljährliche Erntedankopfer-Sammlung ein sicht- und spürbarer Ausdruck für einen Lebensstil, der sich im Danken und Teilen äußert. Auch in diesem Jahr werden wir durch Anregungen und Hinweise unserer Geschwister Spenden verteilen. Wir wollen dabei nicht nur Geld „abliefern“, sondern die Aktivitäten mit Gebet und nach Möglichkeit mit Taten unterstützen.

Beständig oder beliebig?

Apostelgeschichte 2,42

Das geflügelte Wort „nichts ist beständiger als die Unbeständigkeit“ ist ein Symptom unserer dahineilenden und wechselvollen Zeit. Ob im öffentlichen oder privaten Leben sind Zuverlässigkeit, Beständigkeit, Treue, Pflichtbewusstsein usf. eher zu Begriffen verfallen, die unsere Gesellschaft zum alten Eisen abgestempelt hat.

Vom Saulus zum Paulus

Jesus verändert nicht die äußeren Umstände, er verändert die Menschen.

Saulus wurde im Jahre 10 nach Christus in Tarsus, auf dem Gebiet der heutigen Türkei geboren. Seine Eltern waren vermögende Juden. Sie besaßen das Römische Bürgerrecht, d.h., dass sie gegenüber anderen Landsleuten Privilegien hatten. Das Land war von den Römern besetzt und es herrschte eine Diktatur der Besatzungsmacht. Diktatur war und ist immer mit Willkür, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzung verbunden –. Es war eine schlimme Zeit für die Einwohner der besetzten Gebiete.

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