11/2008

Was ich noch sagen wollte ...

... ich wollte mich schon lange einmal entschuldigen.
Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen; manchmal war ich sogar recht froh darüber. Oft war es so, dass ich die Gedanken nicht ordnen konnte. Ein andermal habe ich dieses Vorhaben direkt verworfen, da es ja eigentlich nicht nötig sei. Auch die Gedanken, da sei ja inzwischen ‚Gras drüber gewachsen, solange sei der Grund ja schon her’ kamen auf. Und außerdem heilt ja auch die Zeit eventuell verursachte Wunden!? - Aber jetzt los!
Ich entschuldige mich ...
... bei Gott, dem Allmächtigen, meinem himmlischen Vater
- für die Nichtbeachtung seiner herrlichen Schöpfung,
- für mangelnden Einsatz zur Bewahrung derselben,
- für fehlendes Selbst- und Sendungsbewusstsein als sein Kind,

Das Warten auf das Kommen des Herrn und die rechte Zubereitung darauf

Lukas 12,35-48

„Mit dem Tod ist alles aus“, so argumentieren viele unserer Zeitgenossen. Wenn das so wäre – und manche wünschten es sich –, wäre dieses die größte Ungerechtigkeit, die es gibt. Man könnte also tun, was man will, es brauchte niemand Rechenschaft über sein Tun ablegen, aber auch keiner würde belohnt. Demnach ließe sich gewissenlos sündigen, man brauchte sich nicht um die göttlichen Gebote und Weisungen zu kümmern, da mit einem Urteil von Seiten Gottes nicht zu rechnen ist. Das ganze Leben wäre eigentlich sinnlos.

Gedanken zum Ewigkeits- und Totensonntag

Das Ehepaar war fast 40 Jahre verheiratet.
„Jetzt soll er nicht mehr da sein? Wie soll ich das begreifen?“ So klagte sie, die in den letzten Monaten täglich ihr Leben auf der Intensivstation bei ihrem Mann verbracht, seine Hand gehalten und mit ihm geredet hat, obwohl er im Koma lag. Sie betete jeden Tag am Krankenbett und zu Hause für ihn.

Die Gemeinde betete vor dem Gottesdienst für ihn und für sie. Die Gebete endeten immer mit: Nicht unser, sondern Dein Wille, Herr, geschehe.

Gedanken zum Phänomen Zeit

1 Was ist Zeit?
Fragen und Antworten oder nur Versuche von Antworten und Gedanken zum Phänomen Zeit, anlässlich eines Mittwochabend Gottesdienstes zwischen Totensonntag und 1. Advent, sozusagen „zwischen den (Kirchen-) Jahren“.
1.1 Wie passen Zeit und Ewigkeit zusammen? – gar nicht!
Wir meinen immer, unsere Lebenszeit sei ein Stück der göttlichen Ewigkeit. Das ist aber völlig falsch. Die Ewigkeit lässt sich nicht portionieren, einteilen, in Zeitabschnitte fassen. Die Ewigkeit wird nicht mit Uhren und Kalendern gemessen. Sie ist Teil jener Sphäre der göttlichen Schöpfung, die uns verloren gegangen ist.

„Buße“ heißt Umkehr – schon vergessen?

Einer der Standardsätze bei einem Navigationsgerät lautet: „Wenn möglich, bitte wenden!“ Dazu fordert die freundlich-penetrante Computerstimme auf, wenn man – vermeintlich oder absichtlich – auf den falschen Weg gekommen ist. Mir geht es manchmal so, dass ich diesen Spruch auch schon einmal provoziere. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass auf der vom Navi-gationsgerät ausgewählten Route eine Baustelle ist, ändere ich schon einmal „eigenmächtig“ die Route, was oft den bereits genannten Spruch zur Folge hat. Nett ist, dass das Navigations-gerät nie beleidigt ist, sondern sich (meistens) nach kurzer Zeit auf die neue Situation einstellt und eine andere Route vorschlägt, die dann auch dem eigens gewählten Kurs entspricht.

Am Ende

(Prediger 3,1-14 - Alles hat seine Zeit)

Was reden wir miteinander, wenn wir übereinander reden?

Worte verraten, was wir denken. Also sprechen wir miteinander. Und das ist gut. Wir nennen das Kommunizieren. Es gibt Dank der Technik eine Vielfalt von Kommunikationsmöglichkeiten auch über das Internet. Chats und Foren sind zahlreich. Gelegenheiten zum Gedankenaustausch gibt es also genug.

Glaubt man Umfragen und Statistiken, so stehen als Lieblingsthemen an vorderster Stelle:

Liebe Leser

Die Tage werden kürzer, längst haben wir Pullover oder Strickjacke in greifbarer Nähe und auch die Beobachtungen in der Natur verdeutlichen uns den Zeitenlauf dieses Jahres. Das Bewegte, Helle und Lebendige der sommerlichen Monate kommt allmählich zur Ruhe, - und Wir?
Wenn ich in den Kalender sehe, erschrecke ich und werde mir der vielen Dinge bewusst, die noch zu tun sind.

Die Artikel in diesem Heft zu Feier- und Gedenktagen laden uns ein zu Reflektion, Besinnung und Stille. Ich glaube es ist kein Zufall, dass Menschen in der Wahrnehmung ihrer selbst und der Schöpfungsordnung unseres Gottes zu dieser Bestimmung gefunden haben. Traurigkeit, Verlust, Versagen und Schicksal gehören zu unserem Leben, - und auch die Zeit und der Mut, dessen gewahr zu werden.

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