2009

Liebe Leser

alle Jahre wieder. Kann es etwas Neues geben, was sich dazu noch lohnt, es zu lesen. Es kommt auf einen Versuch an. Über Rückmeldungen jeder Art freut sich die Redaktion.
Wie ist diese Ausgabe entstanden? Nicht durch Verteilung von Schreibaufträgen, sondern durch Anfragen ohne thematische Vorgabe. Umso erstaunlicher ist es für mich, wie Aussagen in den verschiedenen Beiträgen zusammenpassen oder sich ergänzen.

Auf den Impuls der tägliche Bibellese zum Thema „Seid bereit“ folgte der Beitrag „Adventssehnsucht“. Auf die Frage: „Was ist das Wichtigste“ kam der Beitrag „Was macht Weihnachten wirklich aus?“. Dann folgten die Gedanken zum Jahreswechsel.

Gemeindeausflug

am 16. August 2009 nach Voerde
Gemeinden Hilden und Wuppertal

Fröhlich sich unterhaltend wartet unser Grüppchen aus den Gemeinden Hilden und Wuppertal am vereinbarten Treffpunkt auf unseren Bus. Das schöne Wetter gibt uns so richtige Reiselust. Und als der Bus seine Türen öffnet, stellen wir freudig fest, dass unser Busfahrer genauso gute Laune hat wie wir!
Unser lange geplanter Gemeindeausflug zu unseren Geschwistern nach Voerde kann also losgehen. Die Fahrt ist kurzweilig. Nur das Wetter fängt an umzuschlagen, es wird diesig.
Doch wer Sonne im Herzen hat, den kümmert das Wetter wenig. Und so werden wir auch herzlich – nach einer kleinen ungewollten Sightseeing-Tour durch Voerde – von den Geschwistern dort empfangen.

Die Heimat des Vaters zieht mich aus der Welt

„Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben!“ (1 Joh 2, 25)
Wer an Jesus Christus glaubt, wer ihn zum Herrn hat, der hat damit auch ewiges Leben. Leben bei Gott, dem Vater!
Mit der Verheißung des ewigen Lebens steht unser Leben auf einer ewigen Grundlage. Somit ist auch unser Blick zum Himmel, der Heimat des Vaters gerichtet.

Gott, unser Vater, hat unser Leben in drei Stufen wunderbar geordnet. Aus dem Mutterleib werden Menschenkinder geboren, die erste Stufe, das irdische Leben. Das ist ein Wunder, ein Geschenk. Aber unser irdisches Leben ist von der Sünde gebrochen und bedarf der Erneuerung. Es geschieht in der Hl. Taufe.

Gott wurde Mensch, damit der Mensch Gott wird.

Diese gewagte Aussage vom Mystiker und alten Gottesmann, Meister Eckhardt, wurde ihm zum Verhängnis, weil diese Formulierung natürlich falsch verstanden werden und ins Gegenteil von dem interpretiert werden kann, was der Verfasser damit wirklich aussagen wollte. Meister Eckhardt wurde jedenfalls exkommuniziert, d.h. aus der Kirche ausgeschlossen.

Nun habe ich in den Tageslosungen der Herrnhuter Brüdergemeine zum 5. August dieses Jahres ein Gebet von Mirjam von Abellin, gelesen, das den Sinn der Worte von Meister Eckhardt, wie ich es verstehe, genau auf den Punkt bringt. Mirjam ist 1846 in Abellin geboren, eine Selige aus dem Heiligen Land, auch bekannt als „kleine Araberin“, die 1983 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen wurde.

Gib uns heute unser tägliches Brot

Dass das Vaterunser in Matthäus 6, 9-13 und Lukas 11, 2-4 nicht wörtlich gleich überliefert ist, ist ein Zeichen dafür, dass die Jünger  sich nicht einer starren Gebetsformel unterziehen mussten, sondern eine Hilfe zum Beten erhielten.

Bei Matthäus steht das Vaterunser im Anschluss an die Warnung Jesu vor zu vielen Worten beim Gebet, um erhört zu werden (Mt 6, 7). Demgegenüber ist das Gebet des Herrn kurz und einfach, auf das Wesentliche ausgerichtet. Denn es kommt aus dem Glauben an Gott, den Vater, der weiss, was wir bedürfen (Mt 6, 8).

Gottes Brünnlein

hat Wasser die Fülle
Danklied für geistlichen und leiblichen Segen – Psalm 65
„Denn, wir haben nichts in diese Welt gebracht und werden auch nichts aus ihr heraustragen.“
Aber wir dürfen in überreichem Maß die Gaben und Kräfte genießen, die Gott uns tagtäglich schenkt und neu erweckt. Ist das nicht Grund zur Freude?
In Psalm 65 hat König David dieses Thema zu einem Lied gemacht. Wenn wir uns meditativ darin versenken, erlangen wir eine Gotteserkenntnis, die uns das Ziel seiner Herrschaft über die Völker und die Natur aufschließt: Es ist die Freude!

Re-format-ionstag

>format C:<
Der Befehl >format C:< ist wahrscheinlich einigen von uns noch geläufig aus den Anfängen der Computertechnik.
Er leitet einen grundlegenden Vorgang für die Maschine ein. Der Buchstabe C steht für ein Laufwerk der Festplatte, auf welchem in den meisten Fällen das Betriebssystem und Bootinformationen abgelegt werden – also alles entscheidende Dateien für den Betrieb. Fehlerhafte oder verlorene Daten in diesem Bereich machen den Computer unbrauchbar.

Liebe Leser

wenn die meisten von Euch dieses Heft zum ersten Mal zur Hand nehmen, wird der Oktober gerade enden. Das ist der Grund, weshalb wir mit dem ersten Artikel dieser Ausgabe – sozusagen als Bindeglied – den Reformationstag noch einmal aufgreifen möchten.

Reformation, Buße, Vergebung – diese Themen gehören ganz eng zusammen. Das wiederum ist der Grund für unser Titelbild. Es ist der Abendmahlstisch beim zweiten Gottesdienst im diesjährigen Jugendlager (vergl. Bericht im letzten Heft) – auf der Wiese vor unserem Lagerhaus.

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