2009

Sonntag

An manchen Sonntagen gehe ich
froh zum Gottesdienst.
Ich werde Menschen begegnen, die ich eine Zeit lang nicht sah.
Ich freue mich auf sie und bin mit ihnen verbunden.
Im Gottesdienst sammelt sich die Gemeinde der Herausgerufenen,
herausgerufen durch die Taufe.
Der Taufe ist die Vergebung der Sünden verheißen.
Die Verbindung mit Jesus, dem Christus, ist die Gemeinschaft des Heils.
An manchen Sonntagen gehe ich froh zum Gottesdienst.

An manchen Sonntagen gehe ich
schweren Herzens zum Gottesdienst.
Ich werde Menschen begegnen, deren Verärgerung ich schon kenne.
Sie werden mir Vorwürfe machen. Ich würde ihnen lieber nicht begegnen.
Im Gottesdienst müssen wir uns nicht ansehen.
Ich möchte für mich etwas hören, für mich etwas mitnehmen.

Verschiedene Wege echter Anbetung ...

Es bleibt nun die Frage, wie Kirche heute Gläubige zur Anbetung anleiten oder führen kann und welche Möglichkeiten sich in Gottesdiensten oder anderen Veranstaltungen bieten. Wie schaffen wir Raum für Geisteswirken Gottes in uns und unseren Gemeinden?

Seit einigen Jahren haben wir unseren Gottesdienstablauf in meiner Gemeinde so anzupassen versucht, dass Teile des Gottesdienstes in die Anbetung Gottes führen können. Am Anfang des Gottesdienstes steht eine so genannte „Lobpreiszeit“ in der zwei moderne Lobpreislieder und eine Lesung, meist ein Psalm, vorgetragen werden.

Wenn ihr zusammenkommt ...

In der heutigen Zeit werden in vielen Kirchen, so auch bei uns, häufig Fragen zur Gestaltung und Ablauf des Gottesdienstes besprochen und zum Teil recht heftig diskutiert. Schlagen wir einmal in der Heiligen Schrift nach, wie denn ein Gottesdienst gestaltet sein soll, so finden wir hierüber nur sehr wenige Aussagen. Zu Form und Liturgie macht das Neue Testament keine normativen, d. h. maßgebenden Aussagen.

Es gibt keinen „Gottesdienstbefehl Jesu“, vergleichbar mit seinem Missionsbefehl „Gehet hin in alle Welt ... .“ (Mt. 28, 19-20)

Haben wir Gott nötig?

Mein Interview-Partner antwortet etwas empört: „Selbstverständlich haben wir Gott nötig.“ Auf meine Nachfrage nach dem Grund dafür, zuckt er mit den Schultern und sagt: „Das ist eben so!“

Alle Christen, denen ich meine Frage vorgelegt habe, waren sich einig, dass jeder Gott nötig hat. Die Begründungen dafür fielen jedoch sehr unterschiedlich aus. Einer meinte, dass er Gott nötig hätte, weil er sich sonst unwohl fühle. Aber ist das ‚Gott nötig haben’ eine Frage des Gefühls?
Die Gefühlslage eines Menschen ist erstens individuell verschieden und hängt zweitens häufig von der Tagesverfassung des Einzelnen ab. Also kann ein Gefühl kein Maßstab für die Allgemeinheit sein.

Jugendlager 2009

„Das Unmögliche ist schon geschehen!“ – Jugendlager 2009
ein Erlebnisbericht

Es ist der erste Samstag der beiden Lagerwochen und einige Jugendliche sind bereits mit dem Auto angereist. Ramona, Sascha und Andi, Laura, Maurice und Kai kenne ich seit ihrer ersten Jugendstunde und entsprechend herzlich war die Begrüßung vor einer halben Stunde. Jetzt kommen die Autos mit den Bahnfahrern an, die vom restlichen Lagerteam am Bahnhof Wörgl abgeholt wurden. Man stellt sich vor: „Hi, ich bin Felix.“, oder „Hallo, Isabell“. Gesichter, die mir völlig neu sind. Und wie jung die alle sind!

Alte Bekannte und neue Freunde

Liebe Leser

Gott spricht im Propheten Hesekiel (11,19): „Ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch“. Das ist der Monatsspruch für den Oktober.

Ein Herz aus Stein ist blutleer, es ist tot. Dagegen ist ein Herz aus Fleisch bestimmungsgemäß: voll Blut, voll Leben. Das Großartige an diesem Wort ist: Gott verspricht zu tun! „Ich will geben!“ Er will das eine durch das andere ersetzen!

Das er’s kann, beweist die Natur jedes Jahr: Die im Herbst absterbenden Blätter an den Bäumen werden jedes Frühjahr ersetzt durch frische neue Blätter – und meist mehr als im Vorjahr! „Ich gebe Leben!“

Liebe Leser

das Thema des Gottesdienstes, welches in dieser Herold-Ausgabe angesprochen wird, ist sicherlich ein unerschöpfliches Thema.

Es geht darum, Gott zu feiern, der uns in Jesus Christus so offenkundig bekannt gemacht wurde, wie nie zuvor. Jeder Gottesdienst ist ein Sammeln um ihn, um Jesus, den Herrn.
Wir tun dies mit Anbetung, mit Predigt, mit Musik, Gesang und vielem mehr. Wir hoffen, dass wir auch so manche Anregung geben, sich mit dem Anliegen des Gottesdienstes auseinander zu setzen.
Gott erneuert seinen Bund mit uns, lädt uns ein zum Abendmahl. Er spricht uns Vergebung zu, stärkt unseren Glauben und segnet uns vielfältig.
Es wäre schön, wenn uns Leser an ihren persönlichen, vielleicht sehr unterschiedlichen Gottesdienst – Erfahrungen teilhaben ließen.

KeG in Dresden

Am Sonntag, dem 22. März 2009, konnten wir wieder, diesmal in Dresden, einen KeG mit Theo Logisch (eine Handpuppe) feiern. Insgesamt hatten sich etwa 100 Personen versammelt, die gespannt waren, was Theo und Stefan (Karg) heute für ein Thema zu besprechen hatten.

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